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Geschichten-Archiv 2009 - 2011

 

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Bronze-Platzierung und Sonderpreis

 

Am Freitag, 16.09.2011, war es soweit. Die Ergebnisse des 22. Kreiswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" wurden in der Wiehltalhalle bekannt gegeben.

 

 

Erwartungsvoll saßen Abordnungen der Dörfer, Sponsoren und Politikvertreter im gut gefüllten Saal. Auf einer Leinwand zeigten Fotoimpressionen aus den verschiedenen Ortschaften Fachwerkhäuser, bunte Gärten, weites Grün und lachende Menschen.

 

 

Zum Auftakt spielte das Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe, um die Gäste auf den Abend einzustimmen.

 

 

In seiner Begrüßungsrede stellte der Wiehler Bürgermeister Werner Becker-Bloningen die Solidarität in den Mittelpunkt. Dörfer leben vom Miteinander der Menschen, und in Zeiten des demographischen Wandels ist es wichtig, Wege für deren Erhalt zu finden. Um so passender der Titel des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft".

 

 

Kreisdirektor Jochen Hagt, der zur Bewertungskommission des Dorfwettbewerbs gehörte, lobte das Engagement, die kreativen Ideen und die Umsetzung der vielseitigen Projekte.

 

 

Ursula Mahler, die Vorsitzende der Bewertungskommission und stellvertretende Landrätin berichtete - oft mit Augenzwinkern - von der Bereisung der 59 Dörfer, die diesmal am Kreiswettbewerb teilgenommen hatten. Auch sie betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit, ohne die es heute einfach nicht mehr geht.

 

 

Nach einem musikalischen Intermezzo begann die Preisverleihung an die Sieger. Denn - das wurde mehrfach betont - jedes Dorf, das am Wettbewerb teilgenommen hatte, war ein Sieger, weil es sich mit seiner Zukunft praktisch auseinandersetzt.

Nach und nach wurden die Dörfer aufgerufen, beginnend mit Kategorie fünf. Ursula Mahler übergab die Urkunden, die Sonderpreise händigten die jeweiligen Stifter aus.

 

 

Für die Mittelagger-Truppe stieg die Spannung mit jedem Aufruf. Kategorie fünf - wir waren nicht dabei. Kategorie vier - immer noch nichts. Kategorie drei, Bronzeplatzierungen. Dorf um Dorf wurde auf die Bühne gebeten.

Dann mit der letzten Gruppe dieser Kategorie fiel der Name "Mittelagger": Bronze, und zwar ganz weit oben. Und ein Sonderpreis für "vorbildliche Initiativen zum dorfübergreifenden Miteinander", gestiftet von Bürgermeister Rüdiger Gennies.

Mittelagger jubelte.

 

 

Das Engagement der Vereine in Mittelagger, ganz vorne die Interessengemeinschaft Dorf- und Spielplatz, die sich um das gemeinschaftliche Leben im Dorf bemühen, die mit vielen Veranstaltungen und Aktionen die Bürger zueinander bringen, ist mit dieser Bronze-Urkunde zum zweiten Mal ausgezeichnet worden.

Wir sehen das als Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und vor allem als Aufforderung, mit unserem Engagement und unserer Arbeit für die Menschen in Mittelagger und im Steinaggertal weiterzumachen.

Und vielleicht ist das ja für andere ein Anreiz sich anzuschließen.

Mittelagger - Ich bin dabei !

 

 

(Text und Fotos: Uta Lösken)

 

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Mittelagger in der Zukunftswerkstatt Dorf (2011)

 

Zum 2. Mal veranstaltete der oberbergische Kreis ein Schulungsprogramm unter dem Motto "Zukunftswerkstatt Dorf". Das 5-tägige Wochenendseminar behandelte Themen zur Einordnung der Dörfer in kommunale und regionale Zusammenhänge, allgemeine und örtliche demographische Entwicklung, Handlungsfelder Bevölkerung, Vereine,  Bildung, Versorgung, Mobilität, Arbeit, Freizeit, Umwelt und Energie, sowie Hilfestellung zur Kommunikation, Motivation und Moderation.

 

Die IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. war bei dieser Veranstaltung dabei. Unter der Leitung von Dr. Lutz Wetzlar wurden die Ursachen und vor allem die Auswirkungen des demographischen Wandels in den Dörfern beschrieben und analysiert. In gemeinsamen Dorfbegehungen mit den teilnehmenden Dörfern aus Gaderoth (Gemeinde Nümbrecht), Kreuzberg (Stadt Wipperfürth) und den Wupperorten (Stadt Radevormwald) wurden die Auffälligkeiten diskutiert.

So hieß es in Mittelagger: Warum sind die Sammelcontainer Glas und Kleidung nicht zentral aufgestellt? Warum sind die Ortsstraßen in einem derart schlechtem Zustand? Warum gibt es keine Veranstaltungstafel auf dem Hörtal? Und vieles mehr.

Natürlich sucht die IG Mittelagger kurzfristig eine Aufstellfläche für eine Veranstaltungstafel, nur die anderen Fragen können alleine nicht beantwortet werden. Auch hier bot Dr. Wetzlar Hilfestellung und versorgte die Teilnehmer mit Adressen, E-Mail-Kontakten und Telefonnummern. 

 

Im folgenden wurden die Themenbereiche "Demografie, Soziales Gefüge und Zusammenleben, Kommunikation, Vereinsleben, Kultur und Identifikation, Infrastruktur und Versorgung, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung, überörtliche und regionale Einbindung, Natur und Umwelt, Baugestaltung und Baupflege, Grüngestaltung und Freiflächenpflege" Stück für Stück besprochen und deren Wichtigkeit erörtert. Hieraus entwickelte sich eine offene Diskussion, denn die Ansichten zu den Punkten waren in jedem Ort andere.

 

In Einem waren sich alle Teilnehmer jedoch einig: Die Zukunft in den Dörfern hängt vom Engagement jedes Einzelnen ab. Die teilweise erschütternden Aussichten bzgl. der zukünftigen Altersstruktur im Oberbergischen Kreis ließen keinen anderen Standpunkt zu. Umso höher ist das ehrenamtliche Engagement zukünftig zu sehen, Leben im Alter in unseren Dörfern lebenswert zu gestalten. Aus diesem Grund sollte schon heute jeder Einzelne überlegen, was er für sein Dorf oder seine Gemeinde tun kann, und nicht darauf warten, was sein Dorf oder seine Gemeinde für ihn tut.

 

Am letzten Veranstaltungstag wurden unseren Teilnehmern Petra Neumann, Martina Corten, Jörg Vongehr und Axel Behrendt im Beisein unseres Ortsvorstehers Dirk Lünschermann feierlich die Zertifikate durch die stellvertretende Landrätin Ursula Mahler überreicht. Die Landrätin dankte allen 17 Teilnehmern für das ehrenamtliche Engagement und lobte, das auch die IG Dorf- und Mittelagger in Zukunft mit weniger  Menschen mehr Dorf erreichen möchte.

 

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Veteranenfest in Mittelagger 2011

 

Rund 120 Trecker in allen Größen, Farben, Fabrikaten auf dem Dorfplatz

 

Die Veteranenfreunde Steinaggertal hatten gerufen und viele Traktoren-Liebhaber von Siegen bis Altenkirchen kamen.

Pfingstsamstag und Pfingstsonntag füllte sich der Dorfplatz in Mittelagger mit Traktoren und anderen alten Schätzchen.

Die Gäste nutzten das herrliche Wetter, bummelten durch die Reihen, schauten, fragten und fachsimpelten.

Ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit den Highlights Bull-Riding und Ringestechen rundete das Fest genauso ab wie Kaffe und Kuchen, deftige Grillküche und Bier.

 

Ein paar Impressionen gibt's als Fotoalbum.

Herzlichen Dank an Jürgen Rumpel für's Fotografieren.

 

  

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Wiedersehen macht Freude (Treffpunkt Kaffeetafel 2011)

 

Schon lange wollten sich die Damen vom ehemaligen Frauenchor Steinaggertal treffen. Jetzt haben sie die Gelegenheit genutzt und sich in der Sängerklause in Mittelagger beim "Treffpunkt Kaffeetafel" in großer Runde versammelt.

 

Die Sängerklause kennen alle gut, hatten sie doch viele Jahre hier ihre Chorproben abgehalten. Herzliche Begrüßungen, fröhliches Lachen und immer wieder die Frage: "Wie lange haben wir uns schon nicht mehr gesehen?"

Der Kaffee dampfte in den Tassen und eine leckere Auswahl an selbstgebackenen Kuchen - vielen Dank an die Spenderinnen - ließ kaum einen Wunsch offen, von Biskuitrolle über Eierlikörkuchen bis zum Käsekuchen. Und Gesprächsthemen gab es sowieso genug.

 

Genau das hatten die Initiatorinnen des "Treffpunkt Kaffeetafel" im Sinn, als sie das Projekt Ende März starteten. Einmal im Monat eine Möglichkeit bieten für Begegnungen in gemütlicher Atmosphäre. Ein regelmäßiger Termin - immer der vierte Freitag im Monat - für alle, die Zeit und Lust haben, zu kommen. Nachmittags von 14.30 Uhr bis etwa 17.00 Uhr ist die Kaffeetafel geöffnet und soll sich unter dem Motto "Bürger für Bürger" durch kleine Spenden selber tragen.

 

Gegen 16.00 Uhr wird der Nachmittag ergänzt durch eine "Bunte Viertelstunde", ein kurzes Unterhaltungsprogramm, das dieses Mal von Uta Lösken mit ein paar eigenen Texten gestaltet wurde. Demnächst werden auch Musikbeiträge und vielleicht sogar ein kleines Theaterstück die Kaffeetafel auflockern.

 

Die ersten Rückmeldungen sind durchweg positiv: Gute Idee, hoffentlich läuft das weiter, ich komme wieder.

Und so hoffen die Organisatorinnen, dass die zufriedenen Gäste die Kaffeetafel weiterempfehlen und beim nächsten Mal auch ein paar Herren mit von der Partie sind.

 

Die Termine: immer am 4. Freitag im Monat, jeweils von 14.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

  

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Zelte, Drachenboot und wilde Horden (2010)

 

Nach dem Regen der letzten Tage rissen die Wolken auf und ließen Sonnenstrahlen auf ein gestrandetes Wikingerboot fallen. Das rot-weiß-gestreifte Segel flatterte im Wind, der Drachenkopf blickte grimmig auf die Gestade, an denen die wilden Horden nun für die nächsten Tage festsaßen.

Auf dem Spielplatz in Mittelagger schlugen sie ihre Zelte auf, hängten die Kessel über das Feuer und harrten auf bessere Zeiten.

 

Solche Geschehnisse bleiben in einem Dorf nicht unentdeckt und am Samstag, den 28. August Anno 2010, fanden sich die Einwohner des Steinaggertals auf dem Platz ein, um die Gäste zu bestaunen, um ihre Handwerkskünste zu sehen, um zu essen und zu trinken.

Wettergott Thor meinte es nicht gut mit diesen Mutigen, immer wieder ließ er seine Schauer auf die Menschen herabrauschen. Die aber trotzten ihm und die jüngsten unter ihnen wagten sich an verschiedene Prüfungen, um Krieger Odins zu werden und einen Wikingerorden zu erhalten. Sie arbeiteten an ihrer Ausrüstung, ließen sich Stammeszeichen auf die Wange malen und versuchten sich beim Drechseln und der Seilmacherei.

Ein Schmied zeigte seine Künste, ließ den Hammer immer wieder auf ein Hufeisen niedergehen, glühte es, schlug und arbeitete, bis er dem Publikum ein wundersames Werkzeug präsentieren konnte.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags: Bürgermeister Rüdiger Gennies - Schirmherr der Veranstaltung - begrüßte die Gäste, lobte den Einsatz der an diesem Spektakel Beteiligten und forderte alle auf, die Vereine und ihre ehrenamtliche Arbeit im Steinaggertal tatkräftig zu unterstützen. Denn dieses Wirken stärke das Tal und komme allen Einwohnern zugute.

Anschließend konnte Bürgermeister Gennies die brandneue Infotafel "Steinaggertaltreff" am Dorfplatz in Mittelagger einweihen. Zusammen mit Abgesandten der Vereine enthüllte er die Tafel, die von nun an ein zentraler Infopunkt sein soll, z.B. für Termine der Vereine und Mitteilungen von Bürgern für Bürger.

Vielen Dank an Dirk Lünschermann, den Ortsvorsteher von Mittelagger, der den "Steinaggertaltreff" gespendet hat.

 

Am Abend verlagerte sich das Treiben in die Sängerklause, drei Bands traten auf.

Den Start machte die Jugendband "Vorwärz", gefolgt von "Clumsy fellow". Beide spielten sowohl Coversongs als auch Selbstgeschriebenes - Respekt !

Nach einer kurzen Umbaupause folgten dann die "Four Heartz" um Andreas "Early" Erlinghagen, den 2. Vorsitzenden der IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. Jede Menge Oldies begeisterten das Publikum und luden zum Mitsingen und Tanzen ein.

 

In diesem Jahr hat es mit dem Wetter leider - und wohl zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins - nicht geklappt, so dass am Sonntag das Fest nicht fortgesetzt wurde. Trotzdem hoffen wir, dass alle, die dabei waren, Spaß hatten.

Und ein großer Dank geht wie immer an alle, die bei diesen widrigen Umständen mit voller Kraft dabei waren und das Wikingerfest möglich gemacht haben.

 

(U.L.)

 

Ein Fotoalbum zum Wikingerlager im Steinaggertal gibt's hier.

 

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Der zentrale Dorfplatz in Mittelagger

Zukunft gemeinsam meistern

 

Zwischen den Vereinen im Steinaggertal wird ein Kooperationsvertrag geschlossen

 

In letzter Zeit scheint es still geworden zu sein um den geplanten Dorfplatz in Mittelagger. Äußerlich bewegte sich - auch aufgrund des langen, schneereichen Winters - nichts.

Doch in Wirklichkeit sind weitere Schritte auf dem Weg zu einem lebendigen Dorfmittelpunkt getan.

 

Über die Nutzung des Platzes durch die verschiedenen Vereine wurde intensiv diskutiert. Wer hat welche Bedürfnisse? Wer kann was für die Instandhaltung leisten? Welche Arbeiten können wann in Angriff genommen werden.

 

Die Rahmenbedingungen werden durch geplante Baumaßnahmen der Gemeinde vorgegeben.

Die Ersbachverrohrung zwischen Eckenhagener Straße und Schulstraße soll erneuert werden, in der Schulstraße selber stehen Straßenarbeiten und Wasserleitungsbau an, außerdem sind Entwässerungsleitungen quer über den zukünftigen Dorfplatz beabsichtigt.

Diese Maßnahmen beeinträchtigen den Dorfplatz direkt (Baustofflager) und indirekt (infolge Straßensperrungen).

 

Mit dem Frühling starten also nicht sofort die Arbeiten am Dorfplatz. Aber eine wichtige Wegmarke ist erreicht:

Der Pachtvertrag mit der Gemeinde Reichshof steht. Für die IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. unterschreibt der 1. Vorsitzende Jürgen Neumann.

In einem Untervertrag vereinbaren die beteiligten Vereine ihre Zusammenarbeit. Ortsvorsteher Dirk Lünschermann hat ihn mit der freundlichen Unterstützung von Stefan Hansen ausgearbeitet.

 

Ein Dorfplatz als zentraler Treffpunkt für Jung und Alt, als Veranstaltungsort für vielfältige Events - den wollen sie alle: Freiwillige Feuerwehr, MGV Liederkranz, Kinder- und Jugendchor, Veteranenfreunde und nicht zuletzt die IG Dorf- und Spielplatz. Darin sind sie sich einig.

Die Durchführung dieses ehrgeizigen Unternehmens erfordert viel Einsatz, Ideen und Geld. Wer die Vereine unterstützen möchte, meldet sich bei Jürgen Neumann (Tel.: 02265 / 991019) oder schickt eine E-Mail an   mittelagger@loeskenweb.de

 

 

v.l.n.r.: Alexander Eregyin (MGV Liederkranz), Dirk Lünschermann (Ortsvorsteher, in Vertretung für die

Feuerwehr), Andreas Erlinghagen (IG Dorf- u. Spielplatz), Werner Mosberger (Kinder- u. Jugendchor),

Jürgen Corten (Veteranenfreunde). 

 (Text und Foto: Uta Lösken)

 

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Komm loss mer fiere - Karneval in Mittelagger (2010)

 

Mit einer Verspätung von nur einer Minute nahm die wilde Horde aus dem Steinaggertal die Fahrt zum Karnevalsumzug in Denklingen auf. Aus Sicherheitsgründen wurde eigens ein Bus gechartert und Busfahrer Frank fuhr uns sicher an den Startplatz. Nach dem Anbringen des Segels und der Ruder konnte das eigens gebaute Wikingerboot in See stechen. Auch ein platt gefahrener Reifen in Denklingen konnte uns den Spaß nicht mindern.

Eine ca. 30 Mann starke Wikingerhorde aus Teilnehmern aller Altersklassen, aus Schönenbachern und Mittelaggerern, gespickt mit Freunden und Arbeitskollegen nahm gegen 14°° Uhr auf dem Startplatz Aufstellung. Als es losging, wurden die Wikinger von einer tosenden Menschenmenge empfangen und Rufe nach Kamelle und Strüßcher hallten durch die Straßen. Die Wikinger jedoch konnten mit ihrer großen Trumm, nicht enden wollenden Siegesrufen und jeder Menge Kamelle die Tausenden von Zugbesuchern in Schach halten.

 

Anders als im Vorjahr wurde der Abschluss in diesem Jahr selbst organisiert. Nach der glorreichen Rückkehr ins Steinaggertal feierten die Wikinger mit zahlreichen Jecken aus Mittelagger und Umgebung eine rauschende Party.

Pünktlich um 19°° Uhr ging es in der Sängerklause unter dem Motto "Komm loss mer fiere" musikalisch mit Edgar und seinen singenden Engeln los. Als ersten Höhepunkt konnten die Frau "STEINAG" - alias Petra Neumann - und die Frau "GERTAL" - alias Claudia Verhülsdonk - präsentiert werden. Die beiden als Landfrauen verkleideten Damen fassten das komplette Jahr im Steinaggertal zusammen. Und welche Details die beiden kannten, das war schon beängstigend. Wunderbar akzentuiert vorgetragen wurde die eine oder andere Geschichte wieder aufgewärmt. Im Programm wurden Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft Oberagger, dem Indianerfest, des Wintertages oder der Fackelschlittenparty ebenso aufgenommen, wie die gemeinsamen Blutspendetermine oder die Stammtischereignisse. Die beiden Damen ernteten viel Beifall und durften die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen und mussten das Versprechen abgeben, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Als weiteres Highlight konnte "Der Klomann aus Berlin" alias Wolfgang Grube für Mittelagger gewonnen werden. Nach dem Donnerwetter für die viel zu laute und unaufmerksame Thekenrunde ging es um kleine und große Geschäfte, die Vorteilhaftigkeit von viel Trinkgeld und trotzdem sauberen Toiletten und Wandpissern mit Regenschirmen. Dass auch dieser Programmpunkt bestens ankam, zeigt die Zugabe mit einer detaillierten Beschreibung der Vor- und Nachteile unterschiedlicher BH-Größen. Als Hinweis für alle Nichtinformierten: Es gibt "12" verschiedene und unterschiedlich wirkende Größeneinteilungen. Wir danken Wolfgang nochmals ganz herzlich für seinen Auftritt und würden uns freuen, ihn nochmals hier begrüßen zu dürfen.

Die fantastische Bauchtanzeinlage von Andrea Martini bildete den krönenden Abschluss eines gelungenen Programms. Zu diesem Zeitpunkt gehörte auch das krampfhafte Festhalten an der Theke der Vergangenheit an. Alle wohnten dem Tanz bei und schwangen innerlich die Hüften mit. Die Feiernden waren jedoch noch lange nicht bereit nach Hause zu gehen, Augenzeugen zufolge verließen die letzten Gäste um 4 Uhr morgens die Sängerklause.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben in finanzieller sowie in tatkräftiger Hinsicht und damit dazu beigetragen haben einen solch großartigen Karnevalstag zu erleben.

 

Mittelagger Alaaf !

 

(Petra Neumann, Claudia Verhülsdonk)

 

Beim Zug und bei der Party haben Petra Neumann, Claudia Verhülsdonk und Annika Rentrop fotografiert. Danke dafür, dass ihr uns ein Album zusammengestellt habt.

 

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Der kälteste Tag   (Weihnachtstag 2009)

 

Bäume und Häuser, Wiesen und Wege überzuckert von feinem Pulverschnee. In der Nacht war das Thermometer bis unter -16 Grad gefallen, der Morgen zeigte klarblauen Himmel und ganz langsam stieg die Sonne über die Hügel. Wärmen konnte sie allerdings kaum, der Atem kondensierte in der Luft.

Schon am frühen Vormittag herrschte reges Treiben auf dem Dorfplatz in Mittelagger. Die letzten Vorbereitungen für den diesjährigen Weihnachtstag.

 

Vor einer Woche waren die Verkaufsstände mit vielen helfenden Händen aus den beteiligten Vereinen errichtet worden, am Tag zuvor fertig gebaut und zum Teil dekoriert. Tannenzweige, Lichterketten und bunte Glaskugeln schufen weihnachtliche Atmosphäre, dann konnte eingeräumt werden.

 

Die Feuerkörbe wurden bestückt, Glühweinkocher, Waffeleisen und Würstchengrill aufgebaut. Bald schon brutzelten Champignons in großen Pfannen, der Kinderpunsch dampfte im Topf und gebrannte Mandeln verbreiteten ihren Duft.

Mit weihnachtlichen Klängen einer kleinen Bläsergruppe um Jürgen Neumann wurden die Besucher begrüßt. Alle hatten sich rundum dick eingepackt, um der eisigen Kälte Paroli zu bieten und den Weihnachtstag zu genießen.

Den Weihnachtsbaum schmückten - wie hier schon üblich - alle zusammen. Jeder konnte sich aus Kugeln, Schleifen und Zapfen aussuchen, was er gerne aufhängen wollte.

Baum und Hütten strahlten in der Dunkelheit in warmen Farben und rund um die wärmenden Feuer leuchteten gut gelaunte Gesichter.

Waffeln und Zuckerwatte, Würstchen und Champignons mit leckeren Saucen. Kalte Getränke oder heißer Glühwein, Kaffeespezialitäten und der berühmt-berüchtigte "Bombardier", ein Eierpunsch mit Sahne. Auch in diesem Jahr hatten die Vereine ganze Arbeit geleistet.

 

Dabei waren die Dorfgemeinschaft Oberagger, Jugendfeuerwehr, Kinder- und Jugendchor, Förderverein des Kindergartens, Veteranenclub und natürlich die IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger.

Gemeinsames Essen, Trinken und Erzählen - so sollte die Einstimmung auf Weihnachten sein.

 

Ein kleines Fotoalbum mit ein paar Impressionen vom Weihnachtstag gibt es hier.

 

Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

 

(U.L.)

 

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Alle Jahre wieder ...   (Martinszug 2009)

 

 

 

 

 

 

 

Traditionen soll man pflegen,

grade auch der Kinder wegen,

und so macht in jedem Jahr

ein Sankt-Martins-Zug sich klar.

 

Kinder zieh'n Laternen schwingend,

schwatzend, lachend, Lieder singend

durch das Dorf von Tür zu Tür.

Süßigkeiten gibt's dafür.

 

Wettergott ist gut gelaunt,

mild und trocken ist's, man staunt.

Und so wandern alle leicht,

bis das Sängerheim erreicht.

 

Bollerwagen voller Beute,

einundvierzig Kinder heute.

Helfer sind herbei geeilt,

alles wird gerecht geteilt.

 

Kinder können unterdessen

ihre Stutenkerle essen,

nehmen schließlich gar nicht bang

Sängerlohn gern in Empfang.

 

Langsam leert sich dann der Saal.

Müde sind sie allemal.

Und im nächsten Jahr, ganz groß,

zieh'n sie sicher wieder los.

 

(U.L.)

 

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Auf dem Weg zum Dorfplatz   (Familien- und Helfertag 2009)

 

Graue Wolken ziehen über den Himmel, lassen zwischendurch immer wieder Blau sehen. Hauptsache es bleibt trocken, denken wohl die meisten von uns, als wir uns an der Sängerklause in Mittelagger treffen. Schließlich haben wir einen Familien- und Helfertag vor uns mit Wanderung und Aktivitäten an frischer Luft.

 

Vor knapp einem Jahr haben rund fünfzig Menschen aus Mittelagger und den Nachbarorten Oberagger und Allenbach kräftig angepackt und die Behelfsbauten abgerissen, um Platz für den neuen Dorfplatz zu schaffen. Seitdem ist viel geschehen. Im Bebauungsplan sind die Bereiche für Dorf- und Spielplatz festgeschrieben, der Boden wurde angeschüttet und befestigt und demnächst folgen die Begrünung der Fläche und die Fertigstellung der geplanten Parkplätze.

Das alles ist nur möglich, weil die Vereine des Steinaggertals gemeinsam mit Feuerwehr und Kindergarten an einem Strang ziehen und mit viel Engagement und ehrenamtlichem Einsatz das Projekt "Dorfplatz" anpacken.

 

Als Dankeschön für die vielseitige Unterstützung (nicht nur beim Abriss) hat die IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. deshalb den Samstag, 20. Juni 2009, unter das Motto gestellt:

"Auf dem Weg zum Dorfplatz - gemeinsam sind wir stark!".

 

Als die Gäste an der Sängerklause zum Start der Wanderung eintrafen, staunten sie nicht schlecht, weil sie für den heutigen Tag neue Namen erhielten. Jeder durfte einen Button ziehen, der ihn als Mitglied einer Familie auswies. Auch wenn alle gemeinsam wanderten, sollten doch im Rahmen dieser Familien unterwegs Fragebögen beantwortet und Aufgaben erfüllt werden. Und so passte Familie Mayer sehr genau auf, dass kein Mitglied von Familie Meir oder von Familie Meyer ihre Antworten ausspionierte.

 

Die Route führte von der Sängerklause in Mittelagger Richtung Ersbach und weiter bergauf nach Hüngringhausen. Die Sonne trieb vielen den Schweiß auf die Stirn, so dass sie die Station mit Erfrischungen, die auf dem höchsten Punkt aufgebaut war, herzlich begrüßten. Während der Rast musste jede Gruppe ein Sudoku lösen und weiter ging es ins Tal mit neuen Fragebögen.

An den Fischteichen im Spichtal waren Wissen, Kondition und Geschicklichkeit gefragt. Blätter den richtigen Baumnamen zuordnen, Seilspringen und den Hula-hopp-Reifen kreisen lassen: für jede Aufgabe fanden sich Familienmitglieder, die ihr Bestes gaben.

Ein Regenschauer konnte die gute Laune nicht trüben, das Eis am Büdchen auf der Höhenstraße schmeckte und auf dem letzten Stück des Weges konnten die Regenschirme wieder zusammengeklappt werden.

 

Zurück an der Sängerklause dufteten die Würstchen auf dem Grill. Nach einer Stärkung wurden die letzten Herausforderungen angegangen: ein Geschicklichkeitsspiel namens "Jakolo", Zielschießen mit Wasserpistolen auf Kerzenflammen und Dosenwerfen gaben weitere Punkte für die Familien.

Bei der Siegerehrung gab es nur Gewinner: Platz vier teilten sich die Familien Meyer und Mayer, auf dem dritten Platz folgten die Maiers, dann auf dem zweiten die Meirs und erste Sieger war Familie Mair.

Es wurde geschwatzt und gelacht, gegessen und getrunken. Und wer immer noch zu viel Kraft hatte, versuchte sich im Tauziehen: Mittelagger gegen Oberagger oder gegen Allenbach oder einfach die einen gegen die anderen.

 

Ein Familientag mit grauen Wolken und blauem Himmel, mit Regen und Sonnenschein, neigte sich langsam in den Abend. Diejenigen, die dabei waren, haben ihn augenscheinlich genossen: eine Gelegenheit, miteinander die Zeit zu verbringen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die man sonst vielleicht nur flüchtig kennt.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Dorfplatz und damit zu einer immer besseren Dorfgemeinschaft.

 

(U.L.)

 

Zu den Bildern geht es hier.

 

  

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Dienstag, 01.05.2012,

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